Volksbank-Kultur-Lounge 2019

Die Ausstellung SIRENEN, welche ab Mitte Februar in den Geschäftsräumen der Leipziger Volksbank zu sehen ist, wurde von neun Leipziger Künstlerinnen, die bereits in verschiedenen künstlerischen Projekten zusammengearbeitet haben, initiiert. In unterschiedlichen Techniken und künstlerischen Positionen setzen sie sich auf sinnlicher und analytischer Ebene mit dem Thema der Körperlichkeit auseinander.

Der Titel der Ausstellung ist in der Ambivalenz zwischen der Verlockung, dem Sich-hingezogen-fühlen und dem Bedürfnis, lieber in sicherer Entfernung vorbeizusegeln, dabei aber immer wieder verstohlene Blicke zu werfen, angesiedelt und bezieht seinen Reiz aus genau dieser Gegensätzlichkeit. In der griechischen Mythologie sind die Sirenen gefürchtete, aber ebenso verlockende Fabelwesen, die durch ihre mystischen, betörenden Gesänge und mit dämonischer Lust vor allem Seemänner in ihren Bann ziehen, um sie dann zu töten.

Später wandelte sich diese Charakterisierung und der Gesang der Sirenen diente als direkte emotionale Verbindung, als unterstützendes Element in der Totenklage. Sirenen werden meist als Mischwesen dargestellt, zu unterschiedlichen Zeiten als Frau und Fisch oder Frau und Vogel - immer aber als geheimnisvolle Versuchung, der man sich kaum entziehen kann. Erheben Sirenen jedoch ihre Stimmen, verkündet dies den alarmierenden Ausnahmezustand: Nehmt euch in Acht!

Marianne Buttstädt

Die häufig entstellten Körper der Figuren in den Tuschezeichnungen von Marianne Buttstädt verweisen nur scheinbar auf das Hüllenhafte und Umgebende. Sie möchten den Blick nach innen richten. Verwundung und Verwunderung fügen sich in einem minimalistischen Szenario.

Lebenslauf

geboren 1969 in Halle / Saale
lebt und arbeitet in Leipzig

1994 - 1999       Studium der Freien Kunst, Bauhaus-Universität Weimar
1999                 Diplom Freie Kunst bei Prof. Barbara Nemitz
2000                 Gasthörerin bei Prof. Alba d’Urbano, Medienkunst, Hochschule für Grafik                              und Buchkunst, Leipzig
2001                 Gasthörerin bei Prof. Volker Pfüller, Illustration, Hochschule für Grafik und                            Buchkunst, Leipzig

Lehraufträge, Vorträge

2018                 Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft
                        Mainzer Institut für Psychoanalyse
2012                 Akademie der Bildenden Künste München
2011                 Kunstakademie Münster
                        Bergische Universität Wuppertal
2005                 Hochschule für Bildende Künste Dresden
                        seit 2004 Universität Leipzig
2003                 Grenzweg. Gehen ohne Ort, Gastvortrag, Bauhaus Universität Weimar
2000                 multiple existenzen, Bauhaus Universität Weimar
                        Natur, Universität Erlangen-Nürnberg

Projekte, Aktionen

2003 - 2008       Kunst und Krebs, Vortragsreihe, Universität Leipzig
2003                 MedTools, Food-Art-Aktion, Leipzig
2001 - 2010       ..wie sag ich’s meinem Kinde? – Projekt für krebskranke Eltern, Universität                          Leipzig

 

Stipendien und Preise

2002                 Goldene Falte, Büro gegen Altersdiskriminierung e.V., Köln
2001                 Arbeitsstipendium für Bildende Kunst des
                        Thüringer Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur

Einzelausstellungen (Auswahl)

2017                 Zeichnungen, Palliativstation des Universitätsklinikums Leipzig
2016                 Zeichnungen, seecon, Baumwollspinnerei, Leipzig
2015                 meta, HUBER & TREFF, Jena
2014                 ECHT, Bilderbogen, Leipzig
2012                 Untere Schichten, HUBER & TREFF, Jena
2008                 Zeichnung und Fotografie, HUBER & TREFF, Jena (mit Uta Koslik)
2007                 A.L.L.TAG, Galerie von der Milwe, Aachen (mit Uta Koslik)
2003                 Alles anders, HUBER & TREFF, Jena
2000                 luftholer, Hobbyshop, Dresden (mit Bertram Haude)
1999                 Garten Schlauch, Laden für Nichts, Leipzig
                        Die Welt ist schön. Studio FMB, Jena

Gruppenausstellungen (Auswahl)

2019                 Anonyme Zeichner Archiv @ Kunsthaus Kannen, Münster
                        Sirenen, Volksbank, Leipzig
2018                 Ohne Titel. Künstler der Galerie, HUBER & TREFF, Jena
                        Jahresauktion, Jenaer Kunstverein
                        Rot Rot Rot, intershop interdisciplinaire, Baumwollspinnerei, Leipzig
                        Anonyme Zeichner, Galerie am Körnerpark, Berlin
                        corpus. intershop interdisciplinaire, Baumwollspinnerei, Leipzig
2017                 DER BOGEN, intershop interdisciplinaire, Baumwollspinnerei, Leipzig
2016                 Ohne Titel. Künstler der Galerie, HUBER & TREFF, Jena
                        ARRIVED, BBK LEIPZIG, Leipzig
                        Danke! Danke, Galerie von der Milwe, Aachen
                        Ohne Titel. Künstler der Galerie, HUBER & TREFF, Jena
                        SPOTS zum 25-jährigen Jubiläum des BBK LEIPZIG e.V, BBK Leipzig
2014                 Ohne Titel. Künstler der Galerie, HUBER & TREFF, Jena
                        Henrik Schrat & Gäste. Herz der Finsternis, verhudelt,
                        Kunstsammlung Jena (K)
                        sublime, Kunsthochschule Berlin-Weißensee
2013                 Ohne Titel. Künstler der Galerie, HUBER & TREFF, Jena
                        Korridor, Magistrale der Park-Klinik Weißensee, Berlin
                        Auf! Wieder Sehen, Galerie Kaiserwerke, Gera
                        Fünfzehn aus Fünfundzwanzig, Galerie von der Milwe, Aachen

Kontakt: m.buttstaedt@gmx.de

Katja Enders

Die Motive findet Katja Enders in der Landschaft. Vor Ort entstehen im Natur - und Stadtraum Zeichnungen. Einflüsse dieser pleinairen Arbeit zeigen sich auch in den Gemälden der Künstlerin, deren atmosphärische Wirkung den genius loci durch die besondere Behandlung von Farbe und Räumlichkeit hervortreten laßen.

Flussbiegung, 56 x 65 cm, ÖaL, 2015
Flussbiegung, 56 x 65 cm, ÖaL, 2015

Lebenslauf

geboren 1971 in Marienberg
lebt und arbeitet in Leipzig

2005                 Meisterklasse bei Professor Arno Rink
1996 – 2002      Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig,                                  Klasse für Malerei bei Professor Arno Rink
1992 – 1996      Studium an der FH für angewandte Kunst, Schneeberg
                        Diplom Textildesignerin

Stipendien und Symposien

2015                 Esco - Salzwerk Stipendium
2014                 Lichtdruck Symposium
2012                 »Wilhelm von Kügelgen« Stipendium Sparkasse Bernburg
2008                 Sächsisches Landesstipendium


                        Studienreisen nach Griechenland, Russland und Rumänien

Einzelausstellungen (Auswahl)

2018             MDR Intendanz „Zweige“

2017             Kirche zu Panitzsch „Überfluss“

2015             Artkapella Schkeuditz „Luch und Bruch“

2014             Kunstraum artescena „Mit leichtem Gepäck“

2012             Schloss Lauenstein „Sepia und Moosgrün“

2010             Pro Leipzig „Korallenriff für Mauersegler“

2009             Denkmalschmiede Höfgen „Linie - Licht – Nebel“

2008             Sibiu/Rumänien „Reise nach Siebenbürgen“

                    Kloster Altzella „Kleines Universum“

2005             Meisterschülerausstellung

2002             Diplom im Capitol Leipzig

2000             Universität Leipzig „Landschaften“

Gruppenausstellungen (Auswahl)

2017             Frauenmuseum Bonn, Ausstellung zu Elsa Brandström

2017             Intershop – Interdisciplinair, Spinnerei Leipzig

2016             100 Sächsische Grafiken, NSG, Chemnitz

2015             Esco – Stipendiatenausstellung

2014             Berlin Adlershof – Alte Schule

2012             Dörenthe/Kulturspeicher, Exposition Leipziger Künstler

                    GfZK Kunst – Kunst. Von hier aus betrachtet

2011             Leipziger Jahresausstellung

2007             Heckelhaus Döbeln

2004             I. Werkschau – Spinnerei

2002             Kunsthalle der Sparkasse Leipzig

Kontakt: www.katjaenders.de

Judith Miriam Escherlor

Judith Miriam Escherlors Hauptinteresse gilt dem Körper als Signifikat und Medium, speziell in Zusammenhang mit Geschlechtercodierungen und geschlechtsspezifischen Rollenzuweisungen, aber auch identitätsstiftenden Faktoren und persönlichen wie gesellschaftlichen Sehnsüchten und Eigenschaften. In der Darstellung geht es um die Abbildung verschiedener Realitäten und zeitlicher Prozesse, um Klarheit und Ambiguität.

Gelegentlich bilden Videoaufnahmen, Fotografie, Performance, Eingriffe in die Architektur und Zeichnung/Collage eine Erweiterung ihrer Arbeit. Neben dem persönlichen Empfinden bilden kulturelle Phänomene und sozial- und naturwissenschaftliche Erkenntnisse die Basis für ihre Recherche.

Lebenslauf

geboren 1973 in Wilhelmshaven
lebt und arbeitet in Leipzig

2005 - 2009      Meisterklasse von Professor Alba D´Urbano
2005 – 2006     Lehrtätigkeit an der Abendakademie der HGB
1998 – 2004     Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig
                       Medienkunst
1993 – 1997     University of Hertfordshire, GB, Bachelor of Arts, Fine Art

Einzelausstellungen (Auswahl)

2015                 Infinity Galerie Potemka, Leipzig
2004                 Ciccioline Galerie Blumen, Leipzig
1997                 The Heritage Series Hatfield, GB

Gruppenausstellungen (Auswahl)

2018                 inwändig // auswändig Intershop Interdisciplinaire, Leipzig
2018                 Rot Rot Rot Intershop Interdisciplinaire, Leipzig
2018                 Corpus Intershop Interdisciplinaire, Leipzig
2017                 Der Bogen Intershop Interdisciplinaire, Leipzig
2016                 Als hätte ich ein Leben Intershop Interdisciplinaire, Leipzig
2013                 Du bist mein Spiegel Galerie Potemka, Leipzig
2012                 Mini Weißcube Galerie, Leipzig
2009                 Prym 09 Schloss Wiederau
2008                 Introspections Galerie DoppelDe, Dresden
2008                 100% Health Galerie der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig
2007                 many small acts by many small participants Haus Ungarn, Berlin
2006                 Eine Frage (nach) der Geste Oper Leipzig
2005                 Werkraum Baumwollspinnerei, Leipzig
2004                 OFF-SPACE Galerie Blumen, Leipzig
2004                 Alba D´Urbano e Allievi Neuer Kunstverein Aschaffenburg
2003                 Bellissima Galerie der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig
2002                 Jung und Gesund Dresden
2002                 Attention! Messehaus am Markt, Leipzig
2000                 Screenings 03 Altes Hauptzollamt, Museum für Moderne Kunst,
                        Frankfurt am Main
2000                 natural_mente Naturkundemuseum Leipzig
1996                 Polnisches Zentrum für Bildhauerei, Oronsku, PL

Kontakt: judithmiriamescherlor.de

Joanna Grzybek

KONTAKTE UND RELATIONEN
Joanna Grzybek verhandelt in ihren skulpturalen Gewebearbeiten die Ambivalenz von individuellen Abdrücken und Spuren und deren Reproduzierbarkeit bis hin zur massenhaften Wiederholung. Individualität als Ideal westlicher Kultur multipliziert sich zum uniformen Strom von menschlichen Körpern. Die Spur im Gewebe gleicht der Spur im World Wide Web, beide Medien markieren die Grenze zwischen innen und außen, Öffentlichkeit und Intimität und lösen sie zugleich auf.

Joanna Grzybek, „Hingebung - Das Paar“, Installation, 2015, 190 x 100 cm
Joanna Grzybek, „Hingebung - Das Paar“, Installation, 2015, 190 x 100 cm

Lebenslauf

geboren 1976 in Luban / Polen
lebt und arbeitet in Leipzig

1996 – 2001      Studium der Kunstpädagogik an der Universität Zielona Góra, Polen
1991 – 1996      Oberschule für Bildende Künste in Jelenia Góra, Polen
                        Fachbereich: Gebrauchskunstformen

Auszeichnungen

2017                 1. Preis in der Kategorie MENSCH - WBB AWARD 2017
                        Zürich, Schweiz

Einzelausstellungen (Auswahl)

2015                 Flughafen, Dresden
2014                 Dentalzentrum Pankow, Berlin
2012                 ...Dimensionen, Rauminstallation und Malerei, Kaffee Schwarz, Leipzig
2011                 Kontakte und Relationen ACQUA Klinik, Leipzig
2010                 Komm erwärme Dich... Wärmehalle Süd, Leipzig
2009                 Nie ma muru, Galerie Born+Busse Leipzig
                        Klinikum St. Georg, Leipzig
2008                 Kunstverein Fellbach
2006                 Kontakte und Relationen, Kulturkreis Grafenau e.V., Schloss Grafenau

Gruppenausstellungen (Auswahl)

2018                 Gruppenausstellung der Preisträger WBB AWARD 2017, Zürich
2018                 corpus. intershop interdisciplinaire, Leipzig
2017                 Der Bogen, intershop interdisciplinaire Leipzig
2016                 Gott spielen, intershop interdisciplinaire-Spinnerei, Leipzig
2015                 24-Stunden-Ausstellung, Super!MACHT, Leipzig
                        21. Kunstfestival ORNÖ, gehÖren, Dresden
2013                 Installation aus Engelskulpturen, Marktgalerie, Leipzig
2011                 Rauminstallation,1. Connewitzer Kunstfestival UNSERART,Leipzig
2010                 C19. Kunstfestival ORNÖ – Höchzeit, Dresden
                        Echte Kopie, 24 Stunden-Ausstellung, Leipzig
                        Alles ist so gewesen, nichts war genauso,
                        Kunstaktion Cafe Anton Hannes, Leipzig
2009                 IN-BETWEEN, Leipzig
2007                 Ausstellung als Aktion zur 10. Triennale Kleinplastik, Fellbach

Kontakt: joanna.grzybek@me.com | www.joanna-grzybek.com

Julia Tomasi Müntz

Gegenstand der Arbeiten von Julia Tomasi Müntz ist die Gleichzeitigkeit von sich widerstrebenden Gefühlen sowie der Spannungszustand von Mehrdeutigkeiten: die Ambivalenz zwischen Linie und Fläche, Zeichnung und Malerei, zwischen maskulin und feminin, zwischen Filigranität und Kraft. Diese Antonyme beinhalten aber nur flüchtig gelesen, gegenteilige Begriffe, sie sind immer auch jeweiliger Bestandteil. Als malerische Inszenierung der menschlichen Figur, mit ihren Wechselbeziehungen zwischen Innen und Außen, zeigen ihre Bilder gleichermaßen kraftvolle wie subtile Auslotungen der unerklärlichen Momente von Anziehung und Abstoßung, Intimität und Entfremdung. Ihre Arbeiten sind geprägt durch Innerlichkeit und ausladenden Gestus. »Bei ihrem Figurentheater geht es ebenso um Versuchsanordnungen der Phantasie wie um die malerische Reflexion der eigenen Biografie. In abstrahierten Figuren wird die Möglichkeitswelt ausgelotet, in Gesichtern und Gesten spiegeln sich die Spuren des selbst Erlebten.« Andreas Höll, 2012

Julia Tomasi Müntz, o.T., Ölfarbe auf Leinwand, 2011, 80 x 100 cm
Julia Tomasi Müntz, o.T., Ölfarbe auf Leinwand, 2011, 80 x 100 cm

Lebenslauf

geboren 1964 in Leipzig
lebt und arbeitet in Leipzig

2009 – 2010      Dozentin für Schriftgrafik am esb-mediencollege Dresden
2000 – 2002      Meisterschülerin an der Hochschule für Grafik und Buchkunst
                        Leipzig bei Professor Rolf Münzner
1993 – 1999      Studium für Malerei und Grafik an der Hochschule für Grafik und Buchkunst                         Leipzig, Fachklasse Professor Rolf Kuhrt
1991 – 1993      Studium für Grafik-Design an der Hochschule für Künste, Bremen

Einzelausstellungen (Auswahl)

2015                 Kulturgut Quellenhof, Garbisdorf, Thüringen
2013                 comédie humaine, Galerie Kunstraum Bad Saarow
2012                 Neue Messe, Leipzig
2012                 Elixiere, Foyer Galerie, Leipzig
2008                 Galerie Gegenwart, Karlsruhe
2002                 Succubus, Meisterschülerausstellung im Ausstellungsraum
                        Spinnereistraße, Leipzig

Gruppenausstellungen (Auswahl)

2018                 corpus. intershop interdisciplinaire, Leipzig
                        ROT ROT ROT, intershop interdisciplinaire, Leipzig
                        Nach dem Bild ist vor dem Bild, KV Freunde aktueller Kunst e. V., Zwickau
2017                 Der Bogen, intershop interdisciplinaire Leipzig
2015                 Werkschau, Leipziger Baumwollspinnerei
2014                 Ausstellung zum Brandenburgischen Kunstpreis,
                        Schloss Neuhardenberg

Kontakt: mail@julia-tomasi-muentz.de | www.julia-tomasi-muentz.de

Petra Ottkowski

Petra Ottkowski thematisiert in ihrer aus überwiegend kleinformatigen Bildern bestehenden Werkserie before_after die im aktuellen Körper-diskurs auftauchenden Phänomene Bodytransformation und Selbstoptimierung im Kontext von Schönheitssehnsucht und Körperidentität.

Petra Ottkowski, Ausflug, Öl auf Leinwand, 2016, 50 x 60 cm
Petra Ottkowski, Ausflug, Öl auf Leinwand, 2016, 50 x 60 cm

Lebenslauf

geboren 1967 in Münster
lebt und arbeitet in Leipzig

2016                 Lehrauftrag an der Katholischen Hochschule für
                        Sozialwesen Berlin
2005                 Meisterschülerdiplom, Prof. Arno Rink
1997 – 2002       Malerei an der HGB Leipzig bei Prof. Rink
                        (Diplom mit Auszeichnung)
1995 – 1997       Buchkunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig
1990 – 1995       Studium VK/ FH für Design in Münster

Auszeichnungen

2014                 Katalogförderung, Stadt Leipzig
2012                 Finalistin Christoph-Miethke-Kunstpreis
2010                 Arbeitsstipendium im Künstlerhaus Lukas, gefördert durch das Land                         Mecklenburg-Vorpommern
2007                 nominiert für den Preis der Darmstädter Sezession
                        Finalistin Bosch Rexroth Kunstwettbewerb
2003                 Landesstipendium Schleswig-Holstein, Aufenthalt
                        Künstlerhaus Eckernförde
2002                 internationaler Air Art 2002 der EADS für junge Kunst, 3. Preis

Einzelausstellungen (Auswahl)

2016                 Kunsthaus Müllers, Rendsburg
2014                 Die Reise des Skiagraphen, Kunstverein Erlangen
2013                 Die Magie des Raumes - The Magic of Space, Museum
                        Kulturzentrum Sinsteden Luminous, Kunstverein Celle
                        Lichter Raum, Kunstverein Oerlinghausen (DA)
                        Haus des Piloten, Galerie Binz & Krämer, Köln
2012                 Divide light if you dare, Galerie Bernau, Bernau

Gruppenausstellungen (Auswahl)

2018                 corpus. intershop interdisciplinaire, Leipzig
2017                 Der Bogen, intershop interdisciplinaire Leipzig
2016                 Museen Kulturzentrum, Rendsburg
2014                 IL MONDO BELLO, Galerie Kritiku, gallery of the art critics,
                        Palac Adria, Prag (CZ)
2013                 Leipzig -Berlin-Wroclaw in Nysa, Muzeum w Nysie, Nysa (PL)
                        Milchglaskino, Museum für Junge Kunst, Frankfurt an der Oder
2009                 Tangenten, Meisterhäuser Kandinsky/Klee, Dessau
                        Carte Blanche VI: EAST for the record,
                        gfzk_Galerie für zeitgenössische Kunst Leipzig

Kontakt: petra.ottkowski@googlemail.com | www.petra-ottkowski.de

Kerstin Pfefferkorn

Wenn Gegenwart einen Teil ihrer Spannung aus ihrer Vergänglichkeit bezieht, nutzt Kerstin Pfefferkorn diesen Umstand für die Malerei. Auf ihren Streifzügen durch Bibliotheken, private Fotoalben und historische Journale hat Pfefferkorn ein Reservoir von Momentaufnahmen
angesammelt, das bereits der Vergangenheit angehört und als Ausgangspunkt für ihre Arbeiten dient. Während sich also die »Netze«, die sprichwörtlichen Zusammenhänge hinter dem Gezeigten, kontinuierlich verändern, sucht Pfefferkorn im flüchtigen Moment das Allgemein-gültige, Zeitunabhängige und überträgt es von Fotografie in Malerei. Gemeinsam ist den Motiven, dass sie in abstrakte Farbflächen zu zerfallen beginnen, wie in ein bildnerisches Alphabet. Hierarchien lösen sich im farbig ausdifferenzierten Bildraum weitgehend auf, die verschiedenen Malgründe sind oftmals nur schwer voneinander abzugrenzen. Dadurch wirken die Bilder zunächst verschwommen wie persönliche Erinnerungsfetzen, doch Pfefferkorns Malereien sind genau andersherum angelegt. Ihnen liegt eine präzise Konstruktion zugrunde, die auf Reduktion beruht.


Bettina Reichmuth, Berlin 2011

Lebenslauf

geboren 1973 Karl-Marx-Stadt (Chemnitz)
lebt und arbeitet in Leipzig

2005 – 2008      Meisterschülerstudium, Professor Neo Rauch, Meisterschülerin
1998 – 2005      Studium Malerei an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig,
                        Klasse Professor Arno Rink, Diplom
1994 – 1998      Studium Grafikdesign, FAK Heiligendamm, Diplom (FH)

Stipendien

2009                 Lithographiestipendium, Steinwerk, Leipzig

Einzelausstellungen (Auswahl)

2013                 Malerei und Zeichnung, Galerie en passant, Haus des Buches, Leipzig
2011                 An den Augenblick ist unser Netz geknüpft, Antje Wachs Galerie, Berlin
2009                 The old must Die, Antje Wachs Galerie, Berlin
2006                 Daß ihr mich gefunden habt, Antje Wachs Galerie, Berlin
2005                 Begehrte Puppe, Interim Ausstellungsraum, Leipzig

Gruppenausstellungen (Auswahl)

2018                 corpus. intershop interdisciplinaire, Leipzig
                        ROT ROT ROT, intershop interdisciplinaire, Leipzig
                        Nach dem Bild ist vor dem Bild, KV Freunde aktueller Kunst e. V., Zwickau
                        Der schmale Grat der Wahrheit, Kunst und Justiz, Landgericht Leipzig
2017                 Der Bogen, intershop interdisciplinaire Leipzig
2015                 ROTLIEGEND, Sächsischer Landtag, Dresden, mit Mandy Kunze
2014                 SOLO, Alabama Sir, Leipzig
2011                 Sommer auf dem Balkon, Antje Wachs Galerie, Berlin
2010                 Zeichnung - Aktualität eines Mediums, Nader Ahriman bis Chen Zhen,
                        Galerie Krinzinger, Wien
                        BERLIN - temporary show, Galerie Warhaus Ritterhaus, Köln
2009                 Animals, Galerie Krethlow, Bern
2008                 Face à face - Galerie Krethlow, Bern, mit Gabi Hamm und anderen
2007                 a three person show, Thierry Goldberg Projects, New York,
                        mit Sari Carel und Holly Coulis

Kontakt: kontakt@kerstinpfefferkorn.de | www.kerstinpfefferkorn.de

Claudia Rößger

Claudia Rößger widmet sich als Malerin und Zeichnerin der unablässigen Suche nach einer Formensprache, die einem Gefühlszustand oder einem situativen Moment einen verdichteten und bisweilen metaphorischen Ausdruck verleiht. Dieser kommt durch das Verfahren figurativer Variationen zustande, bei denen ihre Protagonisten stets die Grenze des Realen überschreiten und durch Körpersprache, markante Silhouetten ihrer Kostüme, Requisiten und attributives Beiwerk ihre Wesenselemente artikulieren. Für die Ergründung eines prekären Befindens ist die sensible Linienführung der Künstlerin wesentlich, sie verleiht der bildnerischen Vokabel Kontur.


Ihren Darstellungsmodi ist das ästhetisierende Moment eigen, das im Zelebrieren traditioneller Bräuche, deren Praxis Metaphern, sinnbildliche Attribute und Personifizierungen einschließt, zum Tragen kommt und einer übersteigerten Wirkung Gestalt verleiht. Darin erkennt die Künstlerin theatralisches Potential, das sie ihren Figuren übereignet und auch an blutrünstigen Szenen erprobt, die mittels stilisierter Distanz der Wirklichkeit enthoben sind.


Natalia Raaben, Berlin 2014

Claudia Rößger, Piano Princess, Collage, 2016, 10 0x 55 cm
Claudia Rößger, Piano Princess, Collage, 2016, 10 0x 55 cm

Lebenslauf

geboren 1977 in Mittweida
lebt und arbeitet in Leipzig

seit 2016           Lehrtätigkeit an der Tagesklinik für kognitive Neurologie
                        Uniklinikum Leipzig
2015 – 2017      Lehrtätigkeit an der Sommerakademie Leipzig
2013                 Lehrtätigkeit an der Sommerakademie Dresden
2004 – 2006      Meisterklasse bei Professor Arno Rink
1998 – 2004      Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig,
                        Klasse für Malerei bei Professor Arno Rink
1995 – 1998      Studium an der Hochschule für Kunst und Design
                        Burg Giebichenstein Halle/Saale

Einzelausstellungen (Auswahl)

2017                 ICH UND DIE ANDEREN, Galerie HOLTHOFF-MOKROSS, Hamburg
                        ICH UND DIE ANDEREN, Kunsthaus Salzwedel
2013                 ZEREMONIE, maerzgalerie, Berlin
                        GUTE GEISTER, Galerie Tedden, Düsseldorf
2010                 all my saints, maerzgalerie, Berlin
2009                 Heimweh, maerzgalerie, Leipzig
2008                 Malerei - Zeichnung, Kunst und Kultur zu Hohenaschau e.V.
                        My best friends, Simonis Gallery, Warschau, Polen
2007                 heads, galerie leuenroth, Frankfurt / Main
2006                 mädchen, mieze, monster, maerzgalerie, Leipzig
2002                 Mi propia fantansia, Fundación Oswaldo Guayasamin,
                        Havanna, Kuba

Stipendien / Wettbewerbe

2018                 SALZ-Stipendium, ESCO, Bernburg
                        Atelierstipendium »Künstler zu Gast in Harburg«, Hamburg
2006                 Atelierstipendium Hamburg
2003                 DAAD Stipendium für den Aufenthalt an der Academia de
                        Bellas Artes San Alejandro, Havanna / Kuba

Kontakt: croessger@gmx.de | www.claudiaroessger.de

Louise Walleneit

Louise Walleneits künstlerische Arbeiten sind komplexe, hybride Konstruktionen, die sich einer schnellen Einordnung und Konsumation entziehen. Das ist eine der besonderen Qualitäten, die immer wieder ein erneutes Betrachten und neue Auseinandersetzung erfordert. Ihr Ansatz ist grundsätzlich interdisziplinär: sie verbindet die Arbeitsweisen aus der Mode, performative Aspekte, skulpturales Denken und theoretische Überlegungen aus Soziologie, sowie Kommunikations - und Medienwissenschaften.

Louise Walleneit, beau, Fotografie, 2012, 120 cm x 100 cm
Louise Walleneit, beau, Fotografie, 2012, 120 cm x 100 cm

Lebenslauf

geboren 1981 in Halle – Saale / Sachsen Anhalt
lebt und arbeitet in Leipzig

seit 2016           PHD Freie Kunst, Bauhaus-Universität Weimar
2009 – 2014      Master Of Arts In Fine Arts,
                        Zürcher Hochschule Der Künste, bei u. a. Maria Eichhorn,
                        Rémy Markovitsch, Eran Schaerf, Ulrich Görlich, Uriel Orlow,
                        Jan Peter E.R. Sonntag, Anahita Razmi
2002 – 2007      Diplom Studium Modedesign,
                        FH Angewandte Kunst Schneeberg, bei Prof. Thomas Knoth,
                        Prof. Edith Friebel – Segler, Prof. Peter Schnürpel

Publikationen

Monografie »Louise Walleneit – bodyextensions«
erschienen März 2017 anlässlich der Buchmesse Leipzig im Kettler Verlag

Stipendien

2017                 Rudolf Stilcken Kultur – Kommunikationspreis Hamburg
2017                 Künstlerresidenz und Arbeitsstipendium des
                        Bund Bildender Künstler Leipzig
2015                 Katalogstipendium der Stiftung Kunstfonds Bonn
2014                 Arbeitsstipendium Fonds Kunst und Design
                        Zürcher Hochschule der Künste
2012                 Arbeitsstipendium der Kulturstiftung Sachsen
2011                 Graduierten Stipendium des DAAD Bereich Fine Arts

Einzelausstellungen

2019                 Passagen, Sepulkralmuseum Kassel
2017                 Archiv Body Talk, Haus der Architektur Graz, Österreich
2015                 bodyextensions, LWL Textilmuseum Bocholt
2011                 Artificial Ageing Galerie V+V Wien
2008                 In Abwesenheit, Galerie Born + Busse, Leipzig

Gruppenausstellungen (Auswahl)

2018                 ARRIVED II, Mitgliederausstellung BBKL Tapetenwerk Leipzig
2018                 corpus. intershop interdisciplinaire, Leipzig
2017                 Schaddel, 4D Projektraum des BBKL, Tapetenwerk Leipzig
                        Der Bogen, intershop interdisciplinaire Leipzig
2016                 YOLO ||, Friedenskirche Düsseldorf
                        Als hätte ich ein Leben, Intershop Interdisciplinaire Leipzig
                        Zeugen, Intershop Interdisciplinaire Leipzig
2015                 Werkschau Ausstellung, Spinnerei Leipzig
2014                 Master Degree Show, Shedhalle Zürich
2013                 bodyextensions, Projektraum Victor Bucher Wien
2009                 Werkschau Ausstellung Spinnerei Leipzig
                        Jetzt knallt´s!, Galerie Born + Busse Leipzig
2007                 Schloss Pillnitz bei Dresden
                        Format 007, Museum für Angewandte Kunst Hamburg

Kontakt: info@louisewalleneit.de | www.louisewalleneit.de